Tempeh-Knödel mit Maronenrahm und Rosenkohl
60 Minuten
Diese Knödel sind für Tage, an denen es draußen nach Schal und drinnen nach etwas Herzhaftem aussieht. Gerösteter Tempeh bringt Biss und Röstaromen in die weiche Brotmasse; Petersilie, Muskat und Zwiebel halten den Geschmack klar und vertraut.
Der Maronenrahm wird ohne komplizierte Bindung cremig: Ein Teil der Esskastanien wird püriert, der Rest darf als kleine Stücke mit in die Sauce. Dazu Rosenkohl mit dunklen Röststellen – dann braucht es höchstens noch einen Löffel und ein ruhiges Abendessen.
Zutaten:
Für die Tempeh-Knödel:
300 g altbackene vegane Brötchen oder Knödelbrot
250 g Naturtempeh 🛒 (Werbung/Affiliate-Link)
1 kleine Zwiebel
2 EL Rapsöl
250 ml ungesüßter Haferdrink
2 EL Speisestärke
3 EL gehackte Petersilie
1 TL frische oder getrocknete Thymianblättchen
1/2 TL frisch geriebene Muskatnuss
Salz und schwarzer Pfeffer
Für Maronenrahm und Rosenkohl:
250 g vorgegarte Esskastanien (vakuumiert)
1 Schalotte
1 kleine Knoblauchzehe
1 EL Olivenöl
250 ml kräftige Gemüsebrühe
150 ml pflanzliche Kochcreme
1 TL heller Senf
1 TL Zitronensaft
500 g Rosenkohl
1 EL Rapsöl
1 Prise Chiliflocken (optional)
Zubereitungsschritte:
Brot einweichen: Knödelbrot in eine große Schüssel geben. Haferdrink leicht erwärmen, darüber gießen und 10 Minuten ziehen lassen. Das Brot soll weich werden, aber nicht im Getränk schwimmen.
Tempeh rösten: Tempeh sehr klein würfeln. Zwiebel fein würfeln. 1 EL Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und den Tempeh 5 bis 6 Minuten goldbraun rösten. Zwiebel zugeben und 2 Minuten mitbraten. Mit etwas Salz, Pfeffer und Thymian würzen, dann kurz abkühlen lassen.
Knödel formen: Tempeh-Mischung, Petersilie, Muskat und Speisestärke zum eingeweichten Brot geben. Mit sauberen Händen kräftig, aber nicht zu lange verkneten. Die Masse 10 Minuten ruhen lassen und anschließend 8 gleich große Knödel formen. Klebt sie stark, noch 1 EL Stärke einarbeiten.
Knödel gar ziehen lassen: In einem breiten Topf reichlich Salzwasser knapp unter dem Siedepunkt halten. Die Knödel hineingeben und 18 bis 20 Minuten offen gar ziehen lassen; das Wasser darf nicht sprudelnd kochen. Einen Knödel vorsichtig anheben: Er soll stabil sein und innen saftig bleiben.
Rosenkohl rösten: Währenddessen den Ofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Rosenkohl putzen, halbieren, mit 1 EL Rapsöl, Salz, Pfeffer und optional Chiliflocken mischen. Mit der Schnittseite nach unten auf ein Blech legen und 18 bis 22 Minuten rösten, bis die Ränder dunkelgolden sind.
Maronenrahm kochen: Schalotte und Knoblauch fein würfeln. In 1 EL Olivenöl 3 Minuten glasig braten. Zwei Drittel der Maronen grob hacken, zugeben und mit Brühe aufgießen. 8 Minuten leise köcheln, Kochcreme, Senf und Zitronensaft einrühren und die Sauce mit einem Stabmixer teilweise pürieren. Restliche Maronen grob zerbrechen, zugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Anrichten: Je zwei Tempeh-Knödel pro Teller mit Maronenrahm und geröstetem Rosenkohl anrichten. Mit Petersilie und frisch gemahlenem Pfeffer servieren.
Nährwerte
| Nährstoff | Menge |
|---|---|
| Kalorien | ca. 640 kcal pro Portion |
| Protein | ca. 25 g pro Portion |
| Kohlenhydrate | ca. 78 g pro Portion |
| Fett | ca. 25 g pro Portion |
| Ballaststoffe | ca. 13 g pro Portion |
Nährwert-Hinweis: Berechnete Näherungswerte pro Portion (2 Knödel mit Maronenrahm und Rosenkohl), einschließlich Öl und pflanzlicher Kochcreme. Je nach Brot, Tempeh-, Brühe- und Cremeprodukt können die Werte abweichen; keine Laboranalyse.
Variationen:
Variation 1: Mit Semmelbrösel-Kruste
Die gegarten Knödel halbieren und mit etwas Öl in einer Pfanne anrösten. So bekommen sie zusätzlich eine knusprige Schnittfläche.
Variation 2: Ohne Rosenkohl
Statt Rosenkohl funktionieren auch dicke Scheiben Pastinake oder kleiner Blumenkohl aus dem Ofen. Die Garzeit richtet sich nach der Größe.
Variation 3: Nussfreier Maronenrahm
Esskastanien sind botanisch keine Nüsse, bei einer individuellen Allergie aber bitte nur nach eigener Verträglichkeit verwenden. Als Alternative die Sauce mit weißen Bohnen cremig pürieren.
Häufig gestellte Fragen:
Warum zerfallen meine Tempeh-Knödel?
Knödel brauchen Ruhezeit, damit das Brot Feuchtigkeit aufnimmt und die Stärke binden kann. Außerdem darf das Kochwasser nur leise ziehen. Sprudelndes Wasser reißt die Oberfläche schnell auf.
Kann ich die Knödel vorbereiten?
Du kannst die Knödelmasse bis zu 12 Stunden abgedeckt im Kühlschrank ruhen lassen. Erst kurz vor dem Garen formen. Bereits gegarte Knödel lassen sich am nächsten Tag halbiert in einer Pfanne knusprig braten.
Wie wird der Maronenrahm nicht zu süß?
Ein Teelöffel heller Senf und Zitronensaft geben Säure und Würze. Wichtig ist außerdem eine kräftige, gut abgeschmeckte Gemüsebrühe statt bloß Wasser.
Welcher Tempeh passt am besten?
Naturtempeh ist ideal, weil er beim Rösten nussig schmeckt und die Kräuter nicht überdeckt. Geräucherter Tempeh funktioniert ebenfalls, dann Salz in der Knödelmasse zunächst sparsam dosieren.
Was passt dazu?
Feldsalat mit Birne
Ein leicht säuerliches Dressing und Birnenspalten geben dem kräftigen Maronenrahm einen frischen Gegenpol.
Apfel-Rotkohl
Wenn es noch herzhafter sein soll, passt ein klassischer Rotkohl mit einem Spritzer Apfelessig dazu.
Weitere passende Rezepte
Mehr aus Tempeh machen
Der wichtigste Trick bei Knödeln ist Geduld: erst ziehen lassen, dann wenden – nicht im kochenden Wasser herumjagen. Wenn du Tempeh zuverlässig goldbraun bekommst, helfen unsere Tipps zum Tempeh zubereiten. Weitere wärmende Ideen findest du in unseren Tempeh-Herbstrezepten.
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