Tempeh einfach erklärt
Tempeh ist ein fermentiertes Lebensmittel aus Sojabohnen oder anderen Hülsenfrüchten. Durch die Fermentation entsteht ein fester Block mit nussigem, leicht herzhaftem Geschmack – proteinreich, vielseitig und besonders spannend für die pflanzliche Küche.

Fermentiert
Tempeh entsteht durch kontrollierte Fermentation mit Rhizopus-Kulturen. Dadurch werden die Bohnen verbunden und aromatischer.
Proteinreich
Je nach Produkt liefert Tempeh etwa 19–20 g pflanzliches Protein pro 100 g und bringt Ballaststoffe sowie Mineralstoffe mit.
Vielseitig
Tempeh lässt sich marinieren, braten, backen, grillen, zerbröseln oder in Scheiben schneiden – von Bowl bis Curry.
Kurzantwort: Was ist Tempeh?
Tempeh ist ein traditionelles fermentiertes Lebensmittel, ursprünglich aus Indonesien. Ganze Sojabohnen werden gekocht, mit einer Starterkultur geimpft und fermentiert. Das Ergebnis ist ein fester, nussig-herzhafter Block, der sich sehr gut als pflanzliche Proteinquelle eignet.
Woher kommt Tempeh?
Tempeh stammt aus Indonesien, besonders von der Insel Java. Dort gehört er seit langer Zeit zur Alltagsküche. Anders als Tofu besteht Tempeh nicht aus geronnener Sojamilch, sondern aus ganzen Bohnen. Genau das macht seine Struktur so besonders: Man sieht und schmeckt die Bohnen noch.
Heute ist Tempeh auch in Deutschland deutlich bekannter – nicht nur bei veganer oder vegetarischer Ernährung, sondern überall dort, wo Menschen mehr pflanzliche Proteine, Abwechslung und herzhafte Textur suchen.

Wie wird Tempeh hergestellt?
Für klassischen Soja-Tempeh werden Sojabohnen eingeweicht, gekocht und anschließend mit einer Starterkultur geimpft. Während der Fermentation wächst ein feines weißes Myzel um die Bohnen und verbindet sie zu einem festen Block.
Dieser Prozess verbessert die Textur, entwickelt das typische Aroma und macht die Bohnen oft bekömmlicher. Je nach Hersteller kann Tempeh auch aus Kichererbsen, Linsen, Lupinen oder anderen Hülsenfrüchten entstehen.

Wie schmeckt Tempeh?
Tempeh schmeckt nussig, mild-herzhaft und leicht pilzig. Natur-Tempeh ist eher zurückhaltend, nimmt Marinaden aber sehr gut auf. Angebraten bekommt er eine knusprige Oberfläche und einen kräftigeren Umami-Geschmack.
Wenn dir Natur-Tempeh zu intensiv oder leicht bitter vorkommt, hilft ein einfacher Trick: kurz dämpfen oder blanchieren, dann marinieren und scharf anbraten.
Tempeh vs. Tofu
Tofu ist weicher und neutraler. Tempeh ist fester, aromatischer und besteht aus ganzen Bohnen. Dadurch hat er mehr Biss und eine deutlichere Struktur.
Tempeh vs. Fleischersatz
Tempeh ist weniger ein Industrie-Ersatzprodukt als ein traditionell fermentiertes Lebensmittel mit kurzer Zutatenliste.
Ist Tempeh gesund?
Tempeh kann ein sehr guter Baustein einer ausgewogenen Ernährung sein. Er liefert pflanzliches Protein, Ballaststoffe und je nach Produkt Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium oder Calcium. Durch die Fermentation werden Bestandteile der Bohnen verändert, was Tempeh für viele Menschen bekömmlicher macht.
Wichtig: Nicht jeder Tempeh enthält am Ende noch lebende Kulturen, weil viele Produkte erhitzt oder pasteurisiert werden. Trotzdem bleibt Tempeh ein spannendes fermentiertes Lebensmittel mit guter Nährstoffdichte.

Wie bereitet man Tempeh zu?
Für den Einstieg funktioniert diese Methode fast immer: Tempeh in Scheiben oder Würfel schneiden, kurz dämpfen oder blanchieren, marinieren und anschließend knusprig anbraten. Gute Marinaden enthalten meist etwas Salz, Säure, Süße und Umami – zum Beispiel Sojasauce, Limette, Ahornsirup und Knoblauch.
Danach passt Tempeh in Bowls, Wraps, Currys, Sandwiches, Salate, Pasta oder Pfannengerichte. Zerbröselt kann er auch als Basis für Bolognese, Chili oder Tacos dienen.
FAQ: Was ist Tempeh?
Ist Tempeh vegan?
Ja, klassischer Tempeh besteht aus Hülsenfrüchten und Starterkultur und ist vegan. Bei gewürzten Produkten lohnt sich trotzdem ein Blick auf die Zutatenliste.
Kann man Tempeh roh essen?
Besser nicht. Tempeh wird in der Regel erhitzt gegessen – zum Beispiel gebraten, gebacken, gedämpft oder gegrillt.
Warum ist Tempeh manchmal leicht bitter?
Das kann an Sorte, Fermentation oder Lagerung liegen. Kurzes Dämpfen und eine kräftige Marinade machen den Geschmack milder.
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