Nährwert-Hinweis: Berechnete Näherungswerte pro Portion (¼ des Rezepts), ohne Beilage und einschließlich Tempeh, Maronen, Kürbiskernen und Bratöl. Je nach verwendeten Produkten, Kürbisgröße und Menge der Gremolata können die Werte abweichen; keine Laboranalyse.
Tempeh-Ragout mit Kürbis, Maronen und Gremolata
Einleitung:
Dieses Ragout hat zwei gute Seiten: Im Topf wird es dunkel, würzig und gemütlich; obenauf bringt die Gremolata plötzlich Zitrone und Petersilie ins Spiel. Genau dieser frische Kontrast hält Kürbis und Maronen davon ab, sich zu sehr in Herbstdecke einzuwickeln.
Tempeh wird zuerst kräftig angebraten und kommt erst später wieder zurück in den Topf. So behält er seine goldbraunen Kanten, statt in der Sauce zu verschwinden. Dazu passen Kartoffelstampf, Polenta oder eine dicke Scheibe Sauerteigbrot.
Gesamte Kochzeit:
Zutaten:
Für das Ragout:
2 EL Olivenöl
250 g Naturtempeh 🛒 (Werbung/Affiliate-Link)
1 kleine rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 kleiner Hokkaido-Kürbis (ca. 900 g)
2 Möhren (ca. 180 g)
2 EL Tomatenmark
1 TL edelsüßes Paprikapulver
1/2 TL geräuchertes Paprikapulver
1 EL Tamari oder Sojasauce
150 ml trockener Apfelsaft oder naturtrüber Apfelsaft
350 ml Gemüsebrühe
2 Zweige Thymian
180 g vorgegarte Maronen, vakuumiert
1 TL Apfelessig
Salz und schwarzer Pfeffer
Für die Gremolata:
1 kleine Bio-Zitrone
1/2 Bund glatte Petersilie
1 kleine Knoblauchzehe
2 EL geröstete Kürbiskerne
Zubereitungsschritte:
Vorbereiten: Zwiebel und Knoblauch fein würfeln. Den Hokkaido waschen, halbieren, entkernen und mit Schale in etwa 2 cm große Würfel schneiden. Möhren schälen und in Halbmonde schneiden. Tempeh trocken tupfen und in grobe Würfel von etwa 1,5 cm schneiden.
Tempeh kräftig braten: 1 EL Olivenöl in einem breiten Schmortopf erhitzen. Tempeh bei mittlerer bis hoher Hitze 5 bis 6 Minuten rundum goldbraun braten. Mit einer Prise Salz würzen und auf einen Teller geben. Die braunen Stellen am Topfboden dürfen bleiben – sie geben dem Ragout später Tiefe.
Aromen aufbauen: Restliches Öl in den Topf geben. Zwiebel und Möhren 4 Minuten anschwitzen. Knoblauch, Tomatenmark und beide Paprikapulver zugeben und etwa 1 Minute rühren, bis das Tomatenmark dunkler wird und duftet.
Ragout schmoren: Kürbis zugeben und mit Tamari ablöschen. Apfelsaft und Gemüsebrühe angießen, Thymian einlegen und alles aufkochen. Zugedeckt bei kleiner bis mittlerer Hitze 15 Minuten schmoren, bis der Kürbis gerade weich wird. Dabei ein- bis zweimal vorsichtig umrühren.
Maronen und Tempeh vollenden: Maronen grob zerbrechen und zusammen mit dem gebratenen Tempeh in den Topf geben. Ohne Deckel weitere 5 bis 7 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce sämig am Gemüse haftet. Thymian entfernen und mit Apfelessig, Salz und viel schwarzem Pfeffer abschmecken.
Gremolata streuen: Für die Gremolata die gelbe Schale der Zitrone fein abreiben. Petersilie, Knoblauch und Kürbiskerne sehr fein hacken und mit dem Zitronenabrieb mischen. Das Ragout in Schalen geben und erst direkt am Tisch großzügig mit Gremolata bestreuen.
Variationen:
Passe das Rezept nach deinem Geschmack an! Ersetze Zutaten, würze stärker oder probiere neue Aromen aus – lass deiner Kreativität freien Lauf!
Variation 1: Mit Pastinake statt Möhre
Pastinake bringt eine nussige Süße mit. In gleich große Stücke schneiden und gemeinsam mit der Zwiebel anbraten.
Variation 2: Mit frischen Maronen
Frische Maronen vorher einschneiden, rösten und schälen. Für das Ragout etwa 220 g ungeschälte Maronen einplanen.
Variation 3: Würziger mit Chili
Eine kleine rote Chili zusammen mit dem Knoblauch anschwitzen oder zum Schluss einige Chiliflocken über die Gremolata geben.
Empfohlene Kombinationen:
Verfeinere dein Gericht mit den perfekt empfohlenen Kombinationen! Diese sorgfältig ausgewählten Beilagen, Getränke oder Aromen machen deine Mahlzeit noch köstlicher.
Dazu passt
Cremige Polenta
Die milde Polenta nimmt die würzige Sauce gut auf und lässt die frische Gremolata besonders gut wirken.
Kartoffelstampf mit Olivenöl
Ein einfacher, nicht zu schwerer Stampf macht aus dem Ragout ein sättigendes Sonntagsessen.
Häufig gestellte Fragen:
Muss ich den Hokkaido-Kürbis für das Tempeh-Ragout schälen?
Nein. Die Schale von Hokkaido wird beim Schmoren weich und gibt dem Ragout etwas Struktur. Den Kürbis nur gründlich waschen und beschädigte Stellen wegschneiden.
Was kann ich statt Maronen verwenden?
Gut passen weiße Bohnen oder grob gehackte Walnüsse. Weiße Bohnen erst in den letzten Minuten erwärmen; Walnüsse am besten zusammen mit den Kürbiskernen in die Gremolata geben.
Lässt sich das Ragout vorbereiten?
Ja. Das Ragout schmeckt am nächsten Tag sogar noch würziger. Die Gremolata getrennt und luftdicht gekühlt aufbewahren und erst kurz vor dem Servieren darüberstreuen.
Wie bleibt Tempeh im Ragout bissfest?
Tempeh zuerst separat kräftig anbraten und erst gegen Ende wieder in den Topf geben. Dann wird er heiß und nimmt Sauce auf, behält aber seine gerösteten Kanten.
Schlussbemerkungen:
Die Gremolata ist hier kein Deko-Konfetti: Zitrone, Petersilie und Knoblauch geben dem Ragout den frischen Gegenpol. Wenn du Tempeh noch knuspriger magst, helfen unsere Tipps zum Tempeh zubereiten. Noch mehr Ideen für kühle Tage findest du in unseren Tempeh-Herbstrezepten und in allen Tempeh-Rezepten.
Affiliate-Hinweis: Der mit 🛒 und Werbung/Affiliate-Link markierte Tempeh-Link ist ein Partnerlink. Bei einem Kauf darüber kann tempeh.de eine Provision erhalten. Für dich bleibt der Preis gleich.
Nährwertangaben:
| Nährstoff | Menge |
|---|---|
| Kalorien | ca. 390 kcal pro Portion |
| Protein | ca. 20 g pro Portion |
| Kohlenhydrate | ca. 35 g pro Portion |
| Fett | ca. 20 g pro Portion |
| Ballaststoffe | ca. 10 g pro Portion |
